Eckdaten:
Format: ANL3/Version 7/8/9 
Anlagenbreite: 5,00 km
Anlagenlänge: 0,84 km
Niveau: -13,7 m bis 12,0 m
Rasterdichte: 160 Knoten pro km
Gleislänge: 55 km
Anzahl der Modelle: ca.7800
Bauzeit: ca. 12 Monate
Epoche: IV der Deutschen Reichsbahn
Verwendete Zusatztools: 
Albert, JW Gleiseditor

 


 

Fast nichts als riesige Ackerflächen, ein Dorf mit gerade mal 400 Einwohnern, ein paar Häuser und Höfe, ein Weiher, zwei holprige Strassen, früher noch ein Kulturhaus, ein Konsum Geschäft für Lebensmittel, eine LPG- Schweinemast.
Das alles in einer Landschaft, die zu den fruchtbarsten Gebieten dieses Landes gehört- der Magdeburger Börde.
Eigentlich nichts aufregendes, möchte man meinen. Was soll schon passieren, in einer Gegend, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen?
Wäre da nicht schon von weiten erkennbar, die Silhouette eines Wasserturmes, ein paar in den Himmel ragende Flügelsignale, Rauchwolken und mehrmals täglich akustische Achtungssignale und Auspuffschläge, die unüberhörbar über die Felder dringen.


Willkommen im "Sehnsuchtsort-Blumenberg".
Heute noch Ortsteil von Wanzleben, wenige Kilometer südlich der Sachsen-Anhaltinischen Landeshauptstadt.


Klick aud die Bilder eröffnen Großansichten

Der Bahnhof Blumenberg war bis in die neunziger Jahre lebendiger Knotenpunkt an der Hauptstrecke Magdeburg-Halberstadt, einst Teil der ersten Verbindung Berlin-Köln. 1946 ließ die russische Militäradministration das zweite Streckengleis demontieren.
Nunmehr mündeten drei weitere Nebenstrecken in den Bahnhof ein. Blumenberg-Wanzleben-Eilsleben, Blumenberg-Schönebek, sowie Blumenberg-Egeln-Staßfurt.

Blick vom LPG Silo hinüber nach "Blumenberg-City"...

Ausfahrt bei Stellwerk "Bw" in Richtung Halberstadt. Die Rekolok BR 50.35 spielte eine der Hauptrollen in Epoche IV.

Quelle: Rainer Güttler.
Originalfoto von den letzten Dampf- Planeinsätzen in Blumenberg

Mehrere D-Züge der Relation Berlin-Wernigerode/Halberstadt passierten täglich, ohne fahrplanmäßigen Halt unseren "Sehnsuchtsort".

Einige preußische Beamtenwohnhäuser aus braunrötlichem Ziegelstein, das repräsentative Bahnhofsgebäude, 3 Stellwerke, die Inselbahnsteige sowie mehrere Bahnübergänge prägen das Ensemble des Bahnhofs.
Es fällt zunächst nicht leicht, ausgerechnet dieser Betriebsstelle etwas Schönes abzugewinnen, aber gerade DAS ist es, das Lokalkolorit, die Abgeschiedenheit, die betrieblichen-, oft monotonen Abläufe, unverfängliche Eindrücke, die eine gewisse Sehnsucht nach dem Unwiederbringlichen in uns auslösen.

Sämtliche Nebenstrecken wurden leider zwischen 1999 und 2002 stillgelegt. Auf der Hauptachse verkehren heutzutage im Stundentakt ausschließlich Expresszüge des Harz Elbe Express (HEX).


Die Bahnanlagen werden auf Dauer auch hier nicht zu schützen sein. Der Verfall ist aus Rationalisierungsgründen nur noch eine Frage der Zeit.
Somit bleibt für diesen Ort zumindest eine Hommage in Foto- und Filmdokumenten, ab sofort aber auch in 3D für Ihren PC !

Virtuelle Umsetzung
Nach ca.1 Jahr Recherche und Modellkonstruktion, sowie 8 Monaten intensiver Bauzeit stellt sich nun das ursprüngliche Konzept in virtueller Form mit den Abmessungen 5,0 km x 0,80 km bei 160 Rasterpunkten dar.
Der Handlungszeitraum der virtuellen Anlage richtet sich in die Epoche IVb, also die achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts.

Zunächst konnten die Satellitenbilder aus Google-Earth zur Verlegung der Gleislage keine wirkliche Hilfe bieten. Ausgerechnet im Bahnhofsareal mussten mehrere Kartenschnittpunkte und von daher eingehende Überlappungen festgestellt werden.
Somit war ein genaues Abmessen, ausgehend von bestimmten Fixpunkten unumgänglich.

Ein weiteres Augenmerk war die Terraingestaltung des auf den ersten flüchtigen Blick, langweilig- flachen Bördelandes.
Beim genaueren betrachten stellte man aber fest, das dem eigentlich gar nicht so ist.
Vielmehr beobachtet man weitläufig-hügeliges Flachland. Hier eine Böschung, da ein Bahndamm, hier wieder eine Erhebung, dort eine Absenkung...
Genau deshalb sollte von einer langweiligen Gestaltung in "Tischplattenform" unbedingt abgesehen werden.
Die Texturierung der im Gelände dominierenden Äcker und Felder war ein weiterer Punkt, dem besondere Aufmerksamkeit galt.
Hierzu mussten Bodentexturen gefunden werden, welche die immer wieder unschönen "Tapetenmuster" (Wiederholungen) nicht, oder kaum zur Geltung kommen lassen.

Weitläufige Bördelandschaften. Die Bahnstrecken ziehen sich nahezu endlos durch Feld und Flur.

Als größte Herausforderung aber, stellte neben dem Anlagenbau, die Konstruktion der Original- Immobilien und Fahrzeuge dar.
So entstanden beim Konstrukteur Roland Ettig, die absolut authentischen und für die Epoche perfekt gealterten und liebevoll bis ins Detail gestalteten 3D Modelle der Immobilien und Landschaftselemente.
Der benötigte Fahrzeugpark war bei Baubeginn nicht ansatzweise verfügbar.
Bei Ralph Görbing entstanden nicht nur die beeindruckenden Dampflokmodelle der BR 01.5 und BR 50.35, sondern auch die für den Nebenbahnbetrieb unersetzbaren VT171/172 oder die für den Straßenverkehr unverkennbar knatternden "Trabbis".
Ein Potpourri an Güter- und Reisezugwagen steuerten Stefan Köhler-Sauerstein und Ulf Freudenreich bei.
Ohnehin wäre das Projekt ohne seine Konstrukteure und deren exzellenten Modelle nicht ansatzweise erwähnenswert.

Ensemble von Detailmodellen von Roland Ettig

Fahrzeugparade einiger Modelle von Ralph Görbing

Automatik und manuelle Version
Im Lieferumfang des Anlagensets stehen eine Automatik- als auch eine manuelle Version zur Verfügung.
Die Automatikversion ist das "Endlosspiel" der Anlage. Der Fahrbetrieb läuft >unendlich< per Fahrstraßensteuerung im
Zufallsprinzip mittels unterirdischen Steuerstrecken. Die Möglichkeit, auch eigene Züge einzusetzen ist hier gegeben.
Damit Sie auch selbst Ihren eigenen Fahrbetrieb der Anlage ausüben können, wird Ihnen auch eine manuelle
Anlagenversion mit eigener Fahrstraßenschaltung angeboten. Hierzu ist allerdings etwas Einarbeit und Studium des
Gleisplanes nötig.
Erläuterungen und Hinweise können Sie der mitgelieferten Anlagendokumentation entnehmen.

Sie tanzte nur einen Sommer.
1982 war die 01 1511 für kurze Zeit beim BW Halberstadt beheimatet und fuhr hier gleichzeitig ihre letzten Planeinsätze

Die Szenarien
Zusätzlich zur Anlage werden erstmals einzelne Szenarien (ab EEP8 Basis) angeboten.
Diese Anlagenvarianten sind reine kamerageführte Handlungsstränge und  zeigen Abrisse von  Originalbetriebsabläufen der Epoche IV.
Vorlage hierzu waren z.B. Fahrplanunterlagen, Informationen von Zeitzeugen oder Ergebnisse eigener Recherchen.Die Szenarien starten nach dem Ladevorgang der Anlagendatei selbstständig, Sie müssen nichts tun.
Lehnen Sie sich einfach zurück und genießen Sie die Abläufe und Highlights der Anlage.
Schalten Sie auch unbedingt  Ihre Lautsprecher ein, denn so einiges Neues und Anderes bietet Ihnen die Soundkulisse.

Aus Szenario1: Ferkeltreffen im Morgengrauen

Mitwirkende

Exklusive Modellkonstruktionen:
Roland Ettig, Ralph Görbing, Uwe Becker, Stefan Köhler-Sauerstein

Bei folgenden Personen möchte ich mich für die Mitwirkung des Projektes ganz herzlich bedanken:

Bereitstellung zusätzlicher Modelle:
Sascha Böhnke, Andreas Hempel, Stefan Köhler-Sauerstein, Karsten Gruner, Stefan Gothe, Ulf Freudenreich,
Michael Siebert, Ingo Bauer, Steffen Mauder, Hans Brand, Bernt Hoppe, Ralf Smektalla, SoftPro, Trend

Tests + Beratungen:
Jobst Petig, Ralph Görbing, Roland Ettig, Uwe Becker, Erich Meeß, Hans Jürgen Marx,
Lothar Winter, Thomas Rietz

Ebenfalls ein großes Dankeschön an Herrn Rainer Güttler, Joachim Neu und Steffen Tautz für die Bereitstellung ihrer historischen Blumenberger Fotodokumente.
Danke auch an Herrn Robin Garn von der "VG-Bahn" Zeitschrift "Bahn Epoche" für die Verwendung von Textelementen und wissenswerten Hintergrundinformationen.

Viel Spaß mit unseren virtuellen Eisenbahnwelten und EEP
wünscht Ihnen
Andreas Großkopf

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