Eckdaten:
  
   Format: ANL3/Version5,
   Patch2,
   Plugin3 für Automatikversion,
   Plugin1 empfohlen für Zusatz-
   funktionen.
   Anlagenbreite: 2,2 km
   Anlagenlänge: 0,85 km
   Niveau: -35 m bis +69 m
   Rasterdichte:200 Knoten pro
   km
   Gleislänge: 15,5 km
   Anzahl der Modelle: 7185
   Züge im Automatikbetrieb: 7
   Bauzeit: ca. 300 Stunden
   Epoche: IV der DR
   Verwendete Zusatztools:
   Albert, JW Gleiseditor

 

Herzlich Willkommen in der Glasbläserstadt Lauscha, ein malerisch gelegener Erholungsort inmitten des südlichen Thüringer Waldes.  
Schieferbeschlagene  Häuser, grüne  Wälder, duftende Wiesen und munter dahinplätschernde Bäche geben der Region ein besonderes Gepräge.
Neben der  zauberhaften Welt des Glases liegt für Eisenbahnfans der Bahnhof und dessen Bahnanlagen in Verbindung mit der sogenannten Spitzkehre im besonderen Interesse.
Die Orte Steinach (550m) und Ernstthal am Rennsteig (769m) ließen sich bei Einhaltung der zulässigen Steigung für Reibungsbetrieb nicht unmittelbar mit der Eisenbahn verbinden. 
So musste das Steinachtal bis Lauscha ausgefahren werden. Dort bietet das enge Tal jedoch nicht den notwendigen Platz für den Bau einer Kehrschleife  und so mussten im Kopfbahnhof Lauscha die Lokomotiven jeweils umgesetzt werden.
   
Genießen Sie mit der Anlage „Spitzkehre-Lauscha“  Eisenbahnromantik aus einer längst vergangenen Zeit.
Betriebsabläufe mit originalen Fahrzeugen und Zugzusammenstellungen, hiesige Gebäude aus Schiefer und Granit, Streckenführungen über Viadukte, durch Tunnel und dichte Wälder, atemberaubende Perspektiven und Kameraführungen, Führerstandsmitfahrten und vieles mehr können Sie virtuell erleben.
In der Automatikversion sehen Sie mit  durchdachter Kamera-Dramaturgie eine komplette Simulation.


Verkehrsmittel:
Bis Ende der siebziger Jahre wurden noch alle Züge von Dampfloks der Baureihe 95.0 befördert. Ab Anfang der achtziger Jahre wurden diese nach  und nach von rumänischen Dieselloks der Baureihe 119 abgelöst.
Personen- und Eilzüge wurden zumeist aus 4achsigen Rekowagen gebildet. Der Güterverkehr war bis Schmiedefeld sehr umfangreich, nach Lauscha gelangten vielfach nur zwei oder drei zweiachsige Tonnendachwagen, gelegentlich einige Spezialwagen.
Seit Dezember 2002 fährt die "Süd-Thüringer-Eisenbahn" (ThE) im Stundentakt mit Leichttriebwagen vom Typ "Regio-Shuttle" von Sonneberg über Lauscha und  Ernstthal nach Neuhaus.


Foto: Michael Bleckmann
Wir ham's geschafft....


Streckenführung:
Die Fahrt aus Richtung Ernstthal beginnt am Hang des „Steinigen Hügels“. Tief unten ist links im Tal die Glasbläserstadt mit ihren schieferbedeckten Häusern zu sehen. 
In einem weiten Bogen zieht sich die Strecke am Westhang des Teufelsholzes auf den 50m tiefer gelegenen Bahnhof zu (original 86m), rechts das tiefe Steinachtal, jenseits die bewaldeten Hänge des Göritzberges. 
Die Waldschlucht  „Nasse Delle“ wird auf dem 31 m hohen Viadukt überquert und der Zug fährt in einem Linksbogen dem Portal des 275 m langen Lauschenstein-Tunnels entgegen.
Nach Verlassen des Tunnels erreicht das Gleis bald den steilen Hang des Teufelsholzes.
Im Tal ist das nach Steinach weiterführende Gleis sichtbar.
Über den 93m langen Viadukt innerhalb von Lauscha und über die von Sonneberg heraufkommende Straße fährt der Zug schließlich in den Bf Lauscha (Thür) ein.
Sein Empfangsgebäude steht in Kopflage, aus Granitquadern und mit Schiefer verkleidet, wurde es 1914 errichtet.
Der Bahnhof bildet eine echte, durch die engen Geländeverhältnisse bedingte Spitzkehre: Die Gleise enden aus beiden Richtungen am Prellbock und die Lokomotiven müssen zur Weiterfahrt jeweils an die entgegengesetzten Zugenden umsetzen.
Am Hang des Tierberges fügt sich das in die hohe Stützmauer eingebaute Stellwerk dem Bahnhofs- und Landschaftsbild ein.
Die Ausfahrt aus dem Bf Lauscha führt zunächst am rechtsliegenden Bahnkörper entlang, aus dem der Zug soeben von Ernstthal herabgekommen ist. 
Die Trasse nach Sonneberg verläuft bis Steinach mit verhältnismäßig geringen Neigungen im Lauschatal entang der Straße unter Futter- und auf Stützmauern an Berghängen und durch dichte Fichtenbestände.
(Auszüge aus „Eisenbahnatlas der DDR“ von H.J Kirsche und H.Müller)

Ortstermin im Januar 2008. Der Bahnhof ist heute auf das nötigste zurückgebaut.


Betriebsablauf:
Der Betriebsablauf gestaltete sich etwa folgendermaßen:
Bergwärts verkehrende Züge fuhren direkt am Stellwerk vorbei in das Gleis 1 ein.
Nach dem Passagierwechsel wurde der Zug auf dem gleichen Gleis bis zum Stellwerk zurückgedrückt.
Die Maschine nahm erforderlichenfalls Wasser. Der Wasserkran steht zwischen Gleis 1 und 2.
Danach setzt sie über die Gleisverbindung auf Gleis 2 um und zieht bergwärts über die doppelte Gleisverbindung hinaus.
Dies geschah stets auf dem bergwärts führenden, also rechten Gleis.
Dann setzte die Lokomotive über die doppelte Gleisverbindung wieder an den Zug und drückte ihn nach der Bremsprobe zurück an den Bahnsteig. Dort wurde die planmäßige Abfahrtszeit abgewartet.
Der ganze Rangieraufwand dauerte etwa 6-8 Minuten. Der planmäßige Aufenthalt währte im Durchschnitt 12 Minuten.
Die Ausfahrt aus Gleis 1 geschah über die einfache Gleisverbindung nach Gleis 2. Die Einfahrt talwärts fahrender Züge erfolgte auf dem gleichen Weg. Der Umsetzvorgang lief analog ab.
Vorspann- oder Schublokomotiven wurden in der Regel nicht eingesetzt.


Signalsystem:
In der heutigen Zeit verfügt Lauscha über das KS-Signalsystem. Der gesamte Verkehr zwischen Sonneberg und Neuhaus wird heute zentral vom elektronischen Stellwerk der Firma Alcatel im Hauptbahnhof Sonneberg gesteuert, welches durch die ThE neu geschaffen wurde.
 Das historische Stellwerk wird von einem Verein betreut und könnte deshalb noch lange der Nachwelt erhalten bleiben.
In der EEP Simulation, die sich auf die Epoche IV konzentriert wird man feststellen, dass (Form) Signale und Sicherheits-Einrichtungen nur
vereinzelt vorhanden sind. Der Bf. Lauscha verfügte beispielsweise nur über ein einziges Ausfahrsignal, und zwar Richtung Probstzella.
   
Wie genau die Betriebsvorschriften und deren Handhabungen in Lauscha gewesen sein mögen, konnte bisher nicht erfolgreich recherchiert werden. Vielleicht wird es in Zukunft noch den Einen oder Anderen Hinweis von Zeitzeugen geben.


Die Umsetzung in die virtuelle Welt
Als besonders schwierig stellten sich von Anfang an 4 Dinge heraus:
1. Terrain:
Um eine annähernd vorbildgerechte Wirkung des Modells zu erzielen, sollten die großen Höhenunterschiede des Thüringer, bzw. Oberfränkischen Mittelgebirge ansatzweise nachgebildet werden.
Hier mussten wieder die üblichen EEP- Kompromisse eingegangen werden. Der sparsame Einsatz von Sprühtexturen, sowie die "Stauchung" des gesamten Gebietes und der gezielte Modelleinsatz auf eine Anlagengrösse von ca. 2,5km X 1km um eine möglichst gute Performance 
zu erhalten.
2. Modelle:   
Die Modellvielfalt für EEP ist zwar in den letzten Jahren ins unermessliche gestiegen, trotzdem konnte ich für einen guten Wiedererkennungswert von Lauscha fast überhaupt keine passenden Modelle ausfindig machen.
Hierbei möchte ich in erster Linie Herrn Jürgen Engelmann erwähnen, der mit einem unermüdlichen Enthusiasmus und immensen Zeitaufwand, sämtliche Schiefergebäude konstruierte, und somit erst das typische Erscheinungsbild des Ortes  gewährleistete.
Des weiteren konnte Stefan Gothe (SG1) die schwierigen Bahnbauten, wie Empfangsgebäude und Stellwerk realisieren.
3. Das Viadukt:
Direkt auf diesem beginnt der Einfahrbereich des Bahnhofes. Somit konnten keine üblichen Gleisobjekte verwendet werden.
Mein Dank gilt Hans Brand (HB3), der passende Immos seiner Steinbrücken zur Verfügung stellte.
4. Die Steigungsübergänge:
Das typische Ruckeln der Rollmaterialien bei Steigungsübergängen war von vornherein für mich nicht akzeptabel. Somit musste EEP (leider) wieder mal etwas ausgetrickst werden. Hier unterstützte mich Franz Dammers mit seiner "Gleisbiegewerkstatt" und den sogenannten 
"sampften" Steigungen.


Der Anfang: Die Bahnhofs- Gleislage ist schon definiert, das Gelände vormodelliert.


Fast gleiche Perspektive, kurz vor der Fertigstellung


Frühe Bauphase: Die "sampfte" Steigung sollte zu erkennen sein. Neben dem Lokschuppen ist der Zug schon ca 1.50m tiefer.


...und so sieht's fertig aus

Original Zugpferd aus Probstzella....die BR95 beim Wasser nehmen


Einer hat schon "Kopf" gemacht und ist bereit zur Abfahrt

"Fahrspaß" vor Lauschaer Kulisse im 353er


Die Idee, sowie die ersten Abmessungen und die Verlegung der "rohen" Gleislage im Bahnhof stammte von Herrn Michael Daum, der mich regelrecht genötigt hat dieses Projekt umzusetzen.



Wie zu gewohnter Weise basiert der Grundaufbau aus der EEP5 Grundversion. Alle nötigen zusätzlichen Modelle werden mit der Anlage geliefert.
Weitere Infos sind auch hier zu entnehmen.

Die Anlage gehört seit EEP6 zur Grundversion ist aber auch als selbsständiges Addon in einer Metallbox erhältich. Für EEP ab Version 7 wurde die Anlage angepasst und überarbeitet.


Viel Spaß mit der Anlage "Spitzkehre-Lauscha"
wünscht Andreas Großkopf